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Ibis Hotel Dresden
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7. Rewe Team Challenge Dresden 2015

Die ibis Dresden Zentrum treten mit vier Teams an

Die Rewe Team Challenge 2015 in Dresden: Das sind 13.500 Läufer auf fünf Kilometern quer durch die Dresdner Innenstadt mit dem Ziel Dynamostadion. Anfang Juni gingen vier Teams der ibis Dresden Zentrum wieder an den Start auf dem Dresdner Altmarkt.

Marcel aus dem „Speedteam ibis“ erzählt von der Rewe Team Challenge

Im Vorfeld trafen wir uns, historisch gewachsene Angewohnheit, vor dem Willy Vanilli Eisladen am Dresdner Arnoldbad unweit des Dynamostadions. Schneller Fotoshoot vor unserem Lieblingsbaum, gefolgt vom gemeinschaftlichen Fußmarsch zum Dresdner Altmarkt. Die Ruhe vor dem Sturm: Alle scherzen miteinander, freuen sich auf den Start, vereinzelt vielleicht sogar ein wenig Aufregung, wie die Rennpferde in der Box…

Noch 15 Minuten. Wir dürfen in das umzäunte Startareal. Die Moderatoren unterhalten von der Bühne aus die Menge. Wer sorgt in diesem Jahr eigentlich für die Aufwärmrunde? In den letzten Jahren heizten die Trainer vom Thomas Sport Center die Läufer mit lustigen „Sprungübungen“ auf. In diesem Jahr bleibt irgendwie jeder seinem eigenen Schicksal überlassen. Schade eigentlich. Aber egal, noch 5 Minuten.

Die Masse aus 4500 teils sehr unterhaltsam gekleideten Teilnehmern drängt immer mehr Richtung Startlinie. In der Gruppe wird es langsam ruhiger, die Konzentration beginnt. Ein kurzer Blick zur LED-Wand neben der Bühne. Der Countdown zählt runter: 3, 2, 1, LOS!………also Los heißt nicht gleich los. 4 Minuten nach dem Start überschritten wir die Linie. Die Masse musste erst Stück für Stück drüber fließen.

Auf der Strecke durch die Dresdner Altstadt

Die Strecke führt vom Altmarkt in Richtung Postplatz. Anfeuernde Menschen säumen den Streckenrand. Schon vor dem Postplatz werden die ersten beiden Kollegen einkassiert. Die starteten langsam und ruhig. Richtig so. Denn wer dann schon an der Semperoper mit Seitenstechen zu tun hat, der hat schlechte Karten. Aber das wird mir in diesem Jahr nicht passieren! Vorbei am weltberühmten Opernhaus, den Theaterplatz überquerend, geht es hinunter an die Elbe. Es folgt eine lange Gerade unterhalb der Brühlschen Terrasse. Zum Glück steht dort eine Truppe von Trommlern, die die Beine mit treibenden Beats und Rhythmen in die Spur zurückbringen. Denn der Kilometerpunkt 1 kommt gefühlt sehr spät und man denkt sich „Warum eigentlich jedes Jahr aufs Neue diese Qual?“. Weiter.

Man wird schon warm werden. Fahrradfahren ist eben dann doch kein Lauftraining. Vom Terrassenufer aus geht es dann scharf rechts in die Rietschelstraße, mitten durch das Wohngebiet. Anwohner stehen auf der Straße, rufen, feuern an, rasseln oder tröten. Eine Gruppe von Kindern hat sich in einer Schlange in der Mitte der breiten Straße platziert und klatscht die Läufer ab. Sehr motivierend. An der Kreuzung Pillnitzer Straße steht die nächste Trommlergruppe. Wieder ein dicker Schub nach vorne, denn die Beine wollen irgendwie nicht leichter werden. War die Straße schon immer so lang? Und woher kommt eigentlich das Seitenstechen? Das wollte mir in diesem Jahr doch eigentlich nicht passieren. Egal, einfach durchhalten und weiterlaufen. Nicht stehen bleiben und schon gar nicht langsamer werden und „gehen“. Das wäre, sagen wir mal, nicht so ruhmvoll.

Wann kommt denn eigentlich endlich mal der nächste Kilometerpunkt? Die 2 habe ich doch schon vor einer gefühlten Ewigkeit hinter mir gelassen – doch da, plötzlich ein Aufruf von einem anderen Läufer hinter mir: „Da war die Markierung! Nur noch 2 Kilometer!“ Welche Markierung? Da war nichts. Ist das jetzt schon psychologische Kriegsführung? Immerhin lässt das Seitenstechen nach, denn ich versuche seit geraumer Zeit meine Atmung zu kontrollieren, mit Erfolg. Es geht beschwingt am Getränkestand vorbei. Eine Horde Läufer biegt zu der langen Tischreihe ab und versucht im Lauf die Becher mit Wasser zu ergreifen. Einige bekommen dies hin und überschütten sich den heißen Kopf mit dem kühlen Nass. Andere jedoch scheinen nicht ganz Herr der Lage zu sein und verlieren die Becher, woraufhin diese katapultartig in Richtung der Ausgabe geschleudert werden. Die armen Freiwilligen. Das stand bestimmt nicht in der Ausschreibung. Doch bevor ich diesen Gedanken weiter ausbauen kann, befinde ich mich wieder voll in der Konzentration, denn ich merke, wie meine Atmung erneut nach mehr Kontrolle verlangt.

Durch den Großen Park

Von der Blüherstraße rein in die Lingnerallee, eine kleine Ehrenrunde in Richtung Großen Garten drehen und zurück auf die Blüherstraße. Aus einem Auto am Rand schallt furchtbare Popmusik. Ich bekomme spontan Lust stehen zu bleiben und die Leitung zu kappen. Es geht weiter in Richtung Parkstraße, vorbei am Dynamostadion linker Hand. Das Ziel in greifbarer Nähe. Aber wieso zieht sich diese Straße jetzt schon wieder so sehr? Endlich: Da vorn sehe ich die letzte Markierung. Die 4-km-Marke erscheint und läutet den Endspurt ein. Links auf die Parkstraße in Richtung Lennéplatz.

Wie immer liegt dort viel Staub in der Luft, denn 4500 Läufer rennen, teilweise mittlerweile auch kriechen, über einen staubigen, ungepflasterten Parkweg. Kurzzeitig fragt man sich, ob man in der Sahara angekommen ist. Gefühlt könnte diese Strecke zumindest schon zurückgelegt worden sein. Also fange ich nun an flach zu atmen, sonst kommt zu viel Staub in die sowieso schon angestrengte Lunge. Ich weiß, dass gleich nur noch eine Kurve kommt und dann geht es endlich hinein in das Stadion – über den heiligen Rasen zum Ziel. Endspurt!

Im Ziel

Kurz nochmal höchste Konzentration kurz vorm Ziel: Denn ich weiß, dort steht eine Kamera. Jeder Zieleinlauf wird gefilmt und später online gestellt. Die Ästhetik ist vielleicht auf den letzten 4,9 Kilometern zu kurz gekommen, aber auf diesen letzten 100 Metern gebe ich alles: Brust raus, Bauch rein, Gesicht entspannt aber dennoch fokussiert – heroisch wie nach einem Marathon. Bam – fertig – geschafft! An unserem vereinbarten Treffpunkt am Block R, ebenfalls historisch gewachsene Angewohnheit, treffe ich dann auch die anderen Teams vom Hotel. Es wurde niemand zurückgelassen. Alle haben den Weg ins Stadion gefunden, mehr oder weniger unbeschadet, aber alle froh und glücklich. Angeblich stand auch unser lieber Herr Direktor unten auf dem Rasen. Ob der wohl mal mitlaufen wird? Vielen Dank für den schönen Abend. Im nächsten Jahr werden wieder alle mit dabei sein. Vielleicht klappt es ja dann auch mit dem Lauftraining vorher.


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